
Wer sollte den Ratschlägen hier folgen?
Eine Social-Media Diskussion (1) hat mir eine Lücke auf dieser Site aufgezeigt, die ich gern spontan schließen möchte:
Sinngemäß hieß es:
Was für dich funktioniert, kann für andere fatal sein. Ohne ärztliche Konsultation sollte man gar nichts machen, und schon gar nicht irgendwelchem Rat aus dem Internet folgen.
Und dieser Aussage stimme ich relativ umfänglich zu - mit einer Einschränkung:
Nicht immer hilft ärztliche Zustimmung. Schließlich holt auch niemand einen ärztlichen Rat ein, ob man Cola trinken sollte - oder man hält sich halt nicht daran, obwohl es keinen einzigen rationalen Grund gibt, das für gesund zu halten. Und als hätte ich es geahnt, habe ich einen passenden Artikel dazu bereits geschrieben: Niemand will Dir Deine Pizza nehmen (Spoiler: …und genau das ist das Problem)
Experimente sind in jedem Fall möglich, und ich rate niemandem vom Einholen ärztlicher Empfehlungen ab. Genau genommen rate ich gar nicht (2): Weder zum Experiment, noch zum Meiden des Experiments. Ich informiere lediglich über die Optionen und die Konsequenzen einer Ernährungsumstellung, und meine Erkenntnisse.
Disclaimer für butterbei.de
Nichts auf butterbei.de enthält einen Rat, wie man die eigene Ernährung umstellen sollte. Ich verkaufe auf dieser Site nichts. Ich unterwerfe mich (zumindest aktuell) nicht den algorithmischen Plattformen, um Traffic zu generieren oder zu optimieren.
Jede Seite hier enthält (rechts oben) einen “Hinweis”, der auf die Über-Seite verlinkt, die diese Aussage auch nochmal explizit enthält.
Diesen Artikel nutze ich als interne Linksammlung, die vielleicht bei der Reihenfolge der Erkundung helfen kann. Ich erstelle ihn Anfang Juli 2026 und habe vor, ihn gelegentlich zu ergänzen - das ist aber mit Sicherheit nicht tagesaktuell. Das heißt, es gibt vermutlich auch neuere Artikel, die hier noch nicht aufgeführt sind. Außerdem verlinkt dieser Artikel auch nicht vollständig alle bisher erschienenen Artikel.
Ärztlicher Rat und Ernährungsrichtlinien
Was ich - auch vor Einholung ärztlichen Rats - für wichtig halte: Wer die bestehenden Optionen kennt, hat größere Chancen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese Option für den/die ÄrztIn unbekannt ist, oder ihnen der Vorschlag zu viel Arbeit machen würde: beim typischen Arzttermin herrscht Zeitdruck, und für großflächige Ernährungsberatung gibt es aktuell nicht genug Ressourcen. Aber selbst da, wo es sie gibt, wird die ketogene Ernährungsoption oftmals nicht in Betracht gezogen, sondern “mehr vom gleichen” geraten - in Deutschland halt die DGE-Richtlinien (obwohl diese explizit nur für gesunde Menschen gelten).
Die medizinische Ausbildung enthält eine minimale Information über die Auswirkungen der Ernährung, und geht nicht unbedingt über den Verweis auf die klassischen Ernährungsrichtlinien hinaus (“Fett vermeiden”, oder aktueller “gesättigtes Fett vermeiden”).
Darüber hinaus
- gelten die DGE Richtlinien explizit ausschließlich für gesunde Menschen zwischen 18 und 65
- wird “Gesundheit” in den Richtlinien nicht priorisiert
- sind die von der DGE aufgeführten wissenschaftlichen Grundlagen explizit Optimierungs-Mathematik, nicht Ernährungswissenschaft
- wird der natürlichste der Stoffwechselprozesse, die Ketose, in der wir alle geboren werden und bis zum Abstillen verbleiben, in der DGE “Leitlinie Fett” als “Entgleisung” bezeichnet
- wird die Planetary Health Diet von der DGE für einen Aspekt aufgeführt, den sie explizit nicht betrachtet hat: Die “Gesundheit des Planeten”
- raten selbst etablierte Ernährungsmediziner nicht unbedingt zur ketogenen Ernährung, schlicht weil sie es ihren PatientInnen nicht zutrauen, diese durchzuhalten. Und das obwohl viele Betroffene das Heft gern selbst in die Hand nähmen.
Aktuelle Forschung
Es dauert immer eine Weile, bis aktuelle Forschung tatsächlich auch in der Medizin als Behandlungsoption ankommt - und selbst dann:
- Forschung an
lukrativen Medikamenten
ist bedeutend populärer als Forschung an
Ernährung - insbesondere, wenn es um natürliche Lebensmittel und nicht
hochverarbeitete industrielle Produkte geht
- Derzeit ohne eigenen Artikel, aber eine logische Fortsetzung des Aspektes: Es gibt Medikamente, die erfolgreich Cholesterin und Blutzucker senken. Es gibt keine Medikamente, die den Insulinspiegel senken - durch die passende Ernährung ist es aber trivial, gleichzeitig den Insulin- und Blutzucker-Spiegel zu senken
- Ernährungsforschung hat so einige Abkürzungen genommen, die die sonstige Wissenschaft bewusst nicht geht - insbesondere im Hinblick auf die vorherrschenden Beobachtungsstudien und deren Signifikanz (3)
- Es gibt eine Menge Beharrungsdruck für die bestehenden Richtlinien, obwohl bestehende Forschung längst aufgezeigt hat, dass die aktuellen Richtlinien nicht unbedingt vorteilhaft sind, und dass die Art, wie sie zustandegekommen sind, teils korrupt oder fehlerhaft war.
- Aktuelle Forschung zu ketogener Ernährung erfolgt in so vielen Bereichen, dass es müßig ist, sie hier aufzuführen. Eine Auswahl gibt es hier. Basis für diese Forschung ist, dass es bereits viele Case-Reports über Erfolgsgeschichten gibt. Patienten, die gern selber zu ihrer Behandlung beitragen möchten, sollten die Gelegenheit bekommen, davon zu wissen.
Ernährungsumstellung ist risikoarm und reversibel
- Diese Site wurde rund um den
Stoffwechselsimulator
gebaut, der die Auswirkungen verschiedener Lebensmittel auf den Stoffwechsel
demonstrieren kann.
- Der Stoffwechselsimulator kann einfach an den eigenen Stoffwechsel angepasst werden.
- Seitdem haben sich noch ein Proteinrechner (für die Visualisierung der Proteinversorgung - insbesondere mit essenziellen Aminosäuren) und ein Absorptionsrechner für Magnesium aus Weizen dazugesellt.
- Noch ohne Artikel: Ein einmonatiges Low-Carb Selbstexperiment ohne Cola wird wohl kaum größere Auswirkungen auf das persönliche Risiko haben, die über die lebenslange High-Carb Ernährung hinausgehen. Insbesondere, da trotz der Ernährungsrichtlinien die nichtansteckenden Krankheiten epidemisches Ausmaß haben.
- Wissenschaft lebt von der Widerlegung von Hypothesen. Eine widerlegte Hypothese schlägt selbst eine randomisierte Studie. Und das lässt sich durchaus in einem Selbstexperiment überprüfen oder widerlegen.
- Die Ernährungsrichtlinien kennen nur eine Richtung, und ignorieren alternativ vorhandene Werkzeuge gern.
Wer könnte experimentieren?
Ich wiederhole mich zunächst mal: Das ist kein Ratschlag, sondern eine Information über bestehende Optionen! (4)
Ich selbst habe einfach aus intellektueller Neugier mit ketogener Ernährung experimentiert, und bin so vom Ergebnis überzeugt, dass ich meinen geplanten Test-Monat (September 2012) bisher nie beendet habe (ich schreibe das im Juli 2026, mit Aktualisierung im August). Es gibt also keine Vorbedingungen. Zwar haben sich alle meine gesundheitlichen Werte (Blutuntersuchungen) positiv verändert, aber mein hauptsächlicher Beweggrund, dabei zu bleiben, war ganz klar der geistige Fokus und die Klarheit, die mit der Ketose kam.
Erst später habe ich festgestellt, dass eine ballaststofffreie Ernährung mir handfeste gesundheitliche Verbesserungen brachte, und dabei festgestellt, dass ich kein Einhorn bin, sondern Ballaststoffe berechtigt nicht als essenziell gelten.
Als Basis mag die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Überwiegend öffentlich finanzierte NGO, staatlich beauftragte Ernährungsinstanz herhalten: Deren Ernährungsrichtlinien richten sich ausdrücklich an gesunde Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, die sich von einer Mischkost ernähren, und selbst die von ihr genannten Kriterien und wissenschaftlichen Grundlagen lohnen einen zweiten Blick: Wer nicht gesund ist oder wem diese Kriterien ähnlich wenig zusagen wie mir, mag daraus gern die Konsequenzen ziehen.
Seitdem ich mich mit der aktuellen Wissenschaft beschäftige und selbst von den Ernährungsrichtlinien abgewichen bin, sind mir mehr und mehr nichtansteckende Krankheiten untergekommen, die scheinbar gemeinsam mit der immer kohlenhydratlastigeren Ernährung zusammenhängen:
- Diabetes, Typ 1
- Diabetes, Typ 2
- Bluthochdruck (Artikel in Vorbereitung, aktuell geplant als Kapitel 5 für die Insulin-Artikelserie)
- Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen im Verdauungstrakt, Psychische Krankheiten (Artikel in Vorbereitung, aber eine Aufzählung von aktuellen Forschungen gibt es schon)
- Krebs (Artikel in Vorbereitung. Hervorzuheben sind die Arbeiten von Dr. Thomas Seyfried (5))
- Gallensteine
- Gelegentlich nehme ich auch Bezug auf Die Ernährungsdocs aus dem deutschen Fernsehen oder ihren Podcast - derzeit zu Folgen über psychische Erkrankungen und Multiple Sklerose.
Und selbst für überwiegend gesunde Menschen ist etwas dabei:
Warum sollte ich mich überhaupt damit beschäftigen?
Ganz einfach: Wer sich den menschlichen Stoffwechsel mal genauer ansieht, wird feststellen, dass er sich durchaus anders verhält, als landläufig gelehrt wird:
- Gute Kohlenhydrate - Schlechte Kohlenhydrate
- Wie viele Kohlenhydrate benötigt der Mensch täglich?
- Welchen Treibstoff bevorzugt der Körper?
- Wer jemals versucht abzunehmen, muss entweder eine Hungerkur machen und Kalorien zählen (Spoiler: hilft kaum), oder die Funktion von Insulin verstehen. (Spoiler: Mit niedrigem Insulinspiegel ist Kalorienzählen unnötig, und Hunger ist das erste Gefühl, das in Ketose üblicherweise unterbleibt. So ist Abnehmen einfach.)
- Im Laufe der Zeit haben sich die Ernährungsgewohnheiten geändert - aber nie so schnell und so umfangreich wie in den letzten 100-200 Jahren. Und dazu gibt es eine Menge zu beobachten - genug für eine ganze Artikelserie (hier nur der Auftakt verlinkt).
































