
Gesättigte Fette
Noch sowas, was mir mal jemand erklären möge, wo sich meine Erfahrung und die landläufigen Ratschläge widersprechen: Fettsäuren ohne reaktiven Molekülbestandteil - normalerweise fest bei Raumtemperatur. Üblicherweise tierische Fette. → mehr.
Der Körper ist ein Organismus, der sich gewisse Energiereserven in Form von Fett anlegt. Das ist Fett, das die Leber u.a. aus Kohlenhydraten erzeugt (De novo Lipogenese ist der Prozess, mit dem der Körper Fett aus Kohlenhydraten herstellt, mit dem Zweck der Einlagerung → mehr), wenn diese im Übermaß vorliegen.
Das so erzeugte Fett besteht sehr überwiegend aus Palmitinsäure (C16), aber auch Stearinsäure (C18) und Myristinsäure (C14). Das sind alles gesättigte Fettsäuren(1).
Das heißt:
- Der Körper baut aus überschüssigen Kohlenhydraten gesättigte Fette, die eingelagert werden
- Laut Ernährungsrichtlinien wird davon abgeraten, gesättigte Fette zu essen, weil diese schädlich seien.
- Die Ernährungsrichtlinien raten zu >50% Energieaufnahme durch Kohlenhydrate - die Kohlenhydratspeicher sind also regelmäßig so voll, dass nicht mehr Glukose aufgenommen oder Glykogen eingelagert werden kann.
- Sollte der Körper jemals dazu kommen, die eigenen Fettvorräte anzubrechen (Gewichtsabnahme), so “verbrennt” er genau diese gesättigten Fette - offenbar ist es das, worauf alles angelegt ist.
- Das Erreichen eines Fettverbrennungszustands (Ketose) ist etwas, von dem die klassischen Ernährungsratschläge noch viel mehr abraten - Gewichtsabnahme fänden sie aber trotzdem ganz toll…
Was denn nun?
Wie ist es denn jetzt? Sind gesättigte Fette gut oder schlecht? Gut nur, wenn der Körper sie selber baut? (Hinweis: Das tut er in Phasen mit hohem Insulinspiegel, denn meistens sind die Glukose- und Glykogenspeicher sehr schnell voll. Und den Insulinspiegel kannst Du gleich nebenan nachvollziehen).
Ich habe meine Wahl getroffen, und vertraue der aktuellen Wissenschaft (*) deutlich mehr als den landläufigen Ernährungsrichtlinien. Besonders vor dem Hintergrund meinen eigenen langjährigen Erfahrungen mit UV-Empfindlichkeit der Haut und Sonnenbrand, sowie dem Widerspruch zwischen Ballaststoffen und gesättigten Fetten fühle ich mich auf der sicheren Seite: (Natürliche) gesättigte Fette sind in genug wissenschaftlichen Publikationen (2) als ungefährlich nachgewiesen. Und Argumente gegen Studien, die das Gegenteil behaupten, erscheinen mir mehr als plausibel.
In diesem Sinne:
…Alles ist besser mit Butter…


