Die Saison geht wieder los. Ein Artikel der Tagesschau hat mich erinnert, was mit meinem Heuschnupfen passiert ist. Und, wie nicht anders zu erwarten, finde ich meine Situation dort nicht wieder - außer in zwei Worten, die aber vermutlich etwas anderes bedeuten sollen, als ich darunter verstehe: “Gesunde Ernährung”.

Aber vorab, wie immer auf dieser Site: Kein Heilsversprechen, lediglich persönliche Erfahrung.

Gräser-Pollen sind überall

Ich kenne aus persönlicher Erfahrung eine Menge Medikation gegen Allergien, speziell Heuschnupfen. Es gab Monate, in denen ich nicht ohne Augentropfen, Nasenspray und Tabletteneinnahme vor die Tür konnte, und auch im Haus massive Probleme hatte.

Diese Zeiten haben ein abruptes Ende gefunden, nachdem ich meine Ernährung radikal umgestellt habe.

Anfangs war meine Motivation dafür: “Will! Stoffwechselzustand, in dem auf Fett statt auf Zucker (Glukose) als Treibstoff zugegriffen wird. Gekennzeichnet durch einen messbaren Anteil an Ketonkörpern im Blut. → mehr! ausprobieren!” - ich habe also lediglich auf Makronährstoffe gezielt: Extrem wenige Einer der drei Makronährstoffe, üblicherweise Zucker, Stärke oder (unverdauliche) Ballaststoffe. → mehr, hoher Einer der drei Makronährstoffe, kann sowohl als "Treibstoff" als auch als "Baustoff" eingesetzt werden. Oft unterschieden in mehrfach- und einfach ungesättigte sowie gesättigte Fette (Fettsäuren). (siehe dort) → mehr (dabei auch: Fettsäuren ohne reaktiven Molekülbestandteil - normalerweise fest bei Raumtemperatur. Üblicherweise tierische Fette. → mehr). Relativ schnell wurde daraus aber eine Betonung des gesamten Nährstoffgehalts meines Essens: Ich habe nie besonders viel ultra-prozessierte Dinge gegessen, aber seit der Umstellung im September 2012 ist der Anteil dieser tatsächlich gegen 0 gegangen. Bei sehr wenigen Kohlenhydraten und sehr viel Fett (dabei sehr wenigen Fettsäuren mit mehreren Doppelbindungen im Molekül - dadurch chemisch reaktiver als gesättigte Fettsäuren. In der Regel (aber nicht nur) Pflanzenöle. Omega-3 und 6 fallen in diese Kategorie. → mehr) ist es aber immer geblieben.

Zwei Hände, die Nasenspray, Pillen und ein Taschentuch halten
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Foto von Simon KadulaLizenz: Unsplash
Meine ehemalige - notwendige - Reiseapotheke, für Reisen vor die Tür
Und, ich erinnere mich, als ich den Start der nächsten Pollen-Saison 2013 erwartete, habe ich mich wieder in der Apotheke eingedeckt. Gebraucht habe ich das ausschließlich Nasenspray, und zwar für weniger als eine Woche. Und das ist seitdem so geblieben.

Könnte es auch etwas anderes sein als die Ernährung? Sicher - allerdings ist mir nichts bewusst, was sich gleichzeitig annähernd so radikal verändert hat wie diese. Aber was exakt war’s? Chronische Entzündung? Gluten oder andere Getreide-Antinährstoffe? Andere Inhaltsstoffe, die ich implizit vermieden habe? Der Fettstoffwechsel? Ehrlich gesagt: Mir egal. Um herauszufinden, ob es (immer noch) an X liegt, müsste ich X ausprobieren — und das Ergebnis wäre entweder “nein, war’s nicht” (Pech gehabt) oder “ja, X war’s” (und dann würde ich wieder an all den fiesen Symptomen leiden). Mir ist die Suche nach der einen Ursache diesen Preis nicht wert.

“Schränkt Dich das nicht ein?”, “Vermisst Du nichts?”

Ich weiss: Es gibt wahnsinnig viele Dinge da draußen, die verlockend schmecken.

Aber allein die Aussicht, dass das bedeuten könnte, wieder mit roten Augen, kratzendem Rachen und generell stark durch die Pollen beeinflusst durch die Gegend zu laufen macht es mir einfach bei meiner Umstellung zu bleiben: Was sind “ein paar Mal zwei Minuten Geschmack” gegen monatelangen Heuschnupfen. Meine Wahl fällt auf langfristige Lebensqualität, und nicht auf “kurzfristig lecker”.

Zumal ich meine Ernährung so gar nicht unlecker finde: Alles ist besser mit Butter…

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